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Tolles Jubiläumswochenende

Endlich war es so weit. Das seit zwei Jahren von einem vereinsübergreifenden Festausschuss vorbereitete und herbeigesehnte Jubiläumswochenende zum 825-jährigen Geburtstag von Niederlibbach. Rund 100 Helferinnen und Helfer, berichtet Ortsvorsteher Dieter Weiß voller Stolz, waren ein ganzes Wochenende ehrenamtlich im Einsatz, um das Fest zu ermöglichen. Hier wird noch angepackt, hier helfen Groß und Klein mit und nur so kann man in einem kleinen Ort wie Niederlibbach ein so großes Fest auf die Beine stellen, meint Weiß. Getreu dem Motto des Festausschusses, für Jung und Alt ein vielfältiges Programm bieten zu wollen, gab es über das ganze Wochenende einen bunten Strauß unterschiedlicher Veranstaltungen.


Eröffnet wurde das Fest vom Libbachpärchen, der siebenjährigen Antonia Müller und ihrem Onkel Horst Bücher mit der Disco „1/4Jahr100 Rock+Pop“. Sie beide sind die Symbolfiguren des Jubiläumsjahres, die ganz charmant alle Festivitäten begleiteten. Und gleich bei der Disco wurde bis lange in die Nacht hinein auf dem Dorfplatz im Festzelt gefeiert und getanzt. Weiter ging es am Samstag mit „Spiel ohne Grenzen“. 12 Mannschaften mit jeweils 5 bis 6 Spielerinnen und Spielern kämpften um den Sieg. Den errang die Gruppe „Die Asse“ mit Marie, Moritz und Holger Metzger, Natascha Nealen und Bernd Krüger. Sie hatten die Nase knapp vor den Zweitplazierten „Die Pälzer“ mit Lisa, Lars, Jens und Bernd Bobak, Timo Finkenauer und Mariana Dielmann. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Percussion-Formation „Samba Libre“. So zog eine bunte Gruppe mit vielen Zuschauern zu den Spielstationen, die im Dorf verteilt waren. Zu den Spielen gehörten ein Schubkarrenrennen, Staffellauf über leere Getränkekisten und zur Freude der Zuschauer war auch eine Menge Wasser im Einsatz. Die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 3 bis über 60 Jahren sowie der vielen Zuschauer war, dass man das auf jeden Fall wiederholen müsse.


Einen besonderen Kunstgenuss gab es am Nachmittag in der Kirche des Ortes, die für ihre gute Akustik bekannt ist. Dort war das „Akkordeon-Orchester Wiesbaden Dietmar Walther“ zu Gast. Der Niederlibbacher Dietmar Walther gründete das Orchester bereits im Jahre 1950 und er freute sich natürlich besonders über den Auftritt zum Dorfjubiläum in seinem Heimatort. Das Orchester ist Preisträger bei Bundeswettbewerben und gewann bereits mehrere internationale Wettkämpfe. Auf dem Programm standen klassische Werke von Händel und Bach, aber auch zeitgenössische Stücke.

 

Am Abend fand dann im Zelt der Festkommers statt. Landrat Burkhard Albers, der Schirmherr des Dorfjubiläums, überreichte dem Taunussteiner Stadtteil die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde. Er stellte dabei das bürgerschaftliche Engagement in Niederlibbach besonders heraus. Es sei beispielgebend für andere Gemeinden im Kreis, meinte Albers. Dies habe sich auch mit der erfolgreichen Teilnahme des Ortes am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gezeigt. Als bester Vertreter des Rheingau-Taunus-Kreises habe man bewiesen, das man sich mit dem demografischen Wandel beschäftige und Niederlibbach für die Zukunft fit mache. Dazu zählte Albers auch die in Niederlibbach entstandene Idee, das Dorfgemeinschaftshaus in ein Mehrgenerationenhaus entwickeln zu wollen. Auch der Taunussteiner Bürgermeister Michael Hofnagel brachte seine Freude über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger im nördlichsten Taunussteiner Stadtteil zum Ausdruck. Die Zusammenarbeit mit den kommunalen Gremien sei ausgezeichnet und er freue sich darauf, die weitere Entwicklung Niederlibbachs zu begleiten. Er sagte weiterhin zu, sich besonders um die DSL-Versorgung des Ortes zu kümmern, wofür er stürmischen Applaus erhielt. Ortsvorsteher Dieter Weiß wies zum Abschluss darauf hin, dass nach dem Jubiläumsfest die Dorferneuerung auf dem Programm stehe. Er lud er alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen. Es gelte in den nächsten Jahren, die hohe Wohnqualität in dem kleinen Dorf für alle Altersgruppen zu erhalten und weiter zu verbessern.

 

Der selbst gesetzte Zeitrahmen von einer Stunde für den Kommers wurde eingehalten und die zahlreichen Gäste konnte dann endlich das Tanzbein zur Musik der Band „First Class“ schwingen. Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst im Festzelt, den Gemeindepfarrer Jürgen Noack hielt. Dann folgte ein zünftiger bayerischer Frühschoppen mit der Kapelle „Original Rosekippler“. Der Funke zwischen den Musikern und den Gästen im Festzelt sprang über und es war eine tolle Stimmung. Zu euch nach Niederlibbach kommen wir gerne wieder, meinten die Rosekippler nach ihrem gelungenen Auftritt.

Zum Abschluss des Jubiläumswochenendes fand dann bei herrlichem Sonnenschein ein Festumzug statt, der mit 16 Zugnummern eine stattliche Länge von über 300 Metern aufzuweisen hatte. Angeführt von der Ehrenfahne des Gesangvereins Hilda und dem Libbachpärchen waren das Musikcorps des Spielmannszuges Wehen, die Traktorfreunde Seitzenhahn mit 15 Traktoren, die Kerbegesellschaft Oberlibbach und alle Niederlibbacher Vereine mit vielen Wagen und Fußgruppen dabei. Auch Bürgermeister Michael Hofnagel sowie Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Wittmeyer und 1. Stadtrat Peter Lachmuth zogen mit durch die Straßen des Ortes und waren voll des Lobes darüber, was die Dorfgemeinschaft zum Jubiläum auf die Beine gestellt hatte.

Ein besonderer Blickfang im Umzug waren die ca. 30 Kinder mit ihren Fahrrädern, die in den Jubiläumsfarben Blau und Gelb geschmückt waren. Natürlich war das Fest nach dem Umzug noch nicht ganz beendet. Zufrieden mit ihrem Festwochenende feierten die Niederlibbacher noch bis lange in die Nacht. Viele hatten sich den Montag frei genommen und halfen tatkräftig beim Abbau mit. So konnten alle Spuren des ereignisreichen Wochenendes schnell wieder beseitigt werden.