Söhne gegen Väter - traditionelles Fußballspiel in Niederlibbach

Als sie noch Kinder waren, kickten sie selbst schon mit im Spiel „Söhne gegen Väter“. Und heute, für einige der Väter Jahrzehnte später, spielen sie Fußball gegen ihren eigenen Nachwuchs. So wird eine alte Tradition in Niederlibbach wieder belebt, seit es den neuen Bolzplatz im Limes-Generationenpark gibt. Insgesamt 16 Jungen und Mädchen im Alter von bis zu 12 Jahren standen sich im Auftaktspiel auf dem Bolzplatz gegenüber. Die „gelbe“ Mannschaft gewann 1:0 gegen „rot“. Schiedsrichter Bernhard Käsdorf hatte nicht viel zu tun, stand bei dieser Altersklasse doch das spielerische Element im Vordergrund.

Doch dann ging es schon etwas engagierter zur Sache. Die zwei Jugendmannschaften ab 12 Jahren, die wegen der zahlreichen Beteiligung der Jugendlichen gebildet wurden, spielten gegeneinander 1:1 unentschieden. Ihre Spiele gegen die Väter verloren beide Jugendmannschaften trotz großer Spielfreude und schöner Spielzügen dann doch jeweils mit 1:2 Toren. Die Erfahrung des Alters setzte sich letztendlich gegen die Einsatzfreude der Jugendlichen durch.

In der Mannschaft mit den schwarzen Trikots standen Moritz Metzger, Florian Behring, Aaron Christmann, Adrian Klein, Marcel Bartsch und Noah Letsche. In den roten Trikots spielten Philipp Ach, Marco Höne, Nikolas Ziß, Felix Ungethüm, Tristan Läkemäker und Eric Hahn. Die Veranstaltung organisiert und die Mannschaften zusammen gestellt hatten Bernd Krüger und Helmut Ziß, die selbst in der Väter-Mannschaft mitspielten.

Zum Abschluss des Turniertages gab es noch ein Elfmeterschießen, bei dem jeder Spieler einmal antreten durfte. Offensichtlich hatten die Torhüter allesamt einen sehr guten Tag erwischt, denn lediglich Moritz Metzger konnte seinen Elfmeter zum Sieg der „schwarzen“ Mannschaft verwandeln. Absolut zufrieden zeigten sich die Organisatoren vom Verein „Unser Dorf – Niederlibbach“ mit dem Geschehen. Und auch den zahlreichen Zuschauern wurde ein unterhaltsamer Fußballnachmittag geboten. „Die Kinder hatten ihren Spaß und es hat sich keiner ernsthaft wehgetan“, zog Helmut Ziß sein Fazit. Der Gewinngedanke habe nicht im Vordergrund gestanden, sondern das Miteinander. Und in dieser Konstellation würden die Kinder und Jugendlichen in Niederlibbach sonst nicht zusammen kommen. Deshalb sei heute schon klar, erklärte Ziß zum Abschluss, dass der Fußballtag auch im kommenden Jahr auf dem Bolzplatz stattfinden soll.