Bilder von der Libbacher Meile vom Stadtfest 40-Jahre Taunusstein

Super Stimmung auf der Libbacher Meile



Es war etwas Besonders und fand viel Lob und Anerkennung von den Besuchern des Festes, was die Niederlibbacher Vereine zum 40-jährigen Stadtjubiläum von Taunusstein am 2. und 3. Juli 2011 auf die Beine stellten. Am Samstag ab 14 Uhr wurde die Aarstraße im Stadtteil Hahn zum zweitägigen Stadtjubiläum gesperrt. Da standen die Niederlibbacher Zelte dank guter Vorarbeit schon aufgebaut auf dem Parkplatz der Firma Hessapp und Ruck-Zuck war die Libbacher Meile eingerichtet. Um 17 Uhr mit dem offiziellen Startschuss durch Stadtverordnetenvorsteher Alexan-der Ahnelt und das Libbach-pärchen Antonia und Markus Müller begann das bunte Treiben.

Niederlibbach hatte sich unter dem Motto „Bayersiche Meile“ einiges einfallen lassen. Es gab le-ckere bayerische Spezialitäten mit Leberkäse, Fleischpflanzerl, Wurstsalat und Obatzter. Offen-sichtlich hatte man den Geschmack der Kundschaft getroffen, denn am Essenstand war immer Betrieb. Die Bayerischen Teller, für die Gutscheine auf dem gesamten Stadtfest vom Libbachpärchen verteilt wurden, fanden besonders guten Anklang. Am Cocktailstand gab es am Samstag verschiedene leckere Cocktails und DJ Sascha Letsche sorgte für die musikalische Un-terhaltung, von der auch die Nachbarstände und die Hambacher noch profitierten.

Marion Haberlah war als Wahrsagerin „Madame Nuur“ an beiden Tagen vor Ort und hatte kaum Zeit zum Durchatmen. Schlange standen die Kunden, um sich von ihr aus den Karten die Zukunft lesen zu lassen.

Ein erstes Highlight auf der Libbacher Aktionsbühne war der Auftritt der Libbacher Showtanzgrup-pe, der von Lisa Bobak mit den Gardemädchen einstudiert worden war. Großer Applaus belohnte ihre Auftritte. Das Wetter hätte am Samstag besser sein können, aber es hat zumindest nicht gereg-net. Wie man auf den Bildern sehen kann, war es am Abend recht
frisch und damit leider kein Biertrink-Wetter, was den Andrang am Libbacher Bierwagen in Grenzen hielt. Dennoch war es die Libbacher Meile, auf der gegen 24 Uhr mit den Nachbarständen gemein-sam und lautstark mit „Sierra Madre“ der Samstag beendet wurde.

Am Sonntag ging es um 10 Uhr weiter und für den Frühschoppen wurde auf der Libbacher Fest-meile etwas Tolles geboten, die „Original Rosekippler“ unterhielten die Gäste über vier Stunden lang live. Es wurde gesungen, getanzt und gefeiert und man kann ohne Übertreibung sagen, das war ein Höhepunkt des gesamten Stadtfestes. In keinem anderen Bereich standen die Besucher so dicht gedrängt und alle Sitzplätze rund um die Libbacher Stände waren besetzt. Erst nach mehreren Zugaben durften die Rosekippler, die selbst viel Spaß an dem Auftritt hatten, ihre Instrumente einpacken.

Die Frauen des Libbacher Turnvereins hatten ein großes Kuchenbuffet mit etwa 40 Kuchen und Torten vorbereitet. Leckere Sachen für Augen und Gaumen, was der große Andrang der Besucher bewies. Als die Kuchen gegen 11 Uhr aufgestellt wurden fand sich die erste Kundschaft sehr schnell ein. Um 14:15 Uhr, als die Kaffeezeit erst so recht beginnen sollte, war das gesamt Libbacher Kuchenbuffet bereits ausverkauft, konnten die Frauen des Turnvereins stolz berichten. Auch viele Niederlibbacher Helferinnen und Helfer, die sich selbst einen leckeren Kuchen holen wollten, kamen zu spät und schauten in die Röhre.

Anerkennung gab es von allen Seiten für die Festmeile, die von Niederlibbach auf die Beine gestellt wurde. Und das war nur möglich, weil in Niederlibbach alle Vereine gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Rund 65 Helferinnen und Helfer waren an den beiden Tagen im Einsatz, um Niederlibbach zu präsentieren und die Besucher an den Ständen zu bewirten. Zur Vorfinanzierung der Libbacher Festmeile legten die Freiwillige Feuerwehr, der Turnverein, die Theatergruppe und der Dorfverein jeweils 500 Euro auf den Tisch. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, wie das Wetter werden wird, wie viel Besucher wirklich kommen und ob das Fest für Niederlibbach mit Gewinn oder mit Verlust abgeschlossen werden wird. Doch der Optimismus in der Vorbereitung des gemeinsamen Auftrittes wurde nur selten getrübt und im Nachhinein kann gesagt werden, es ist alles gut gegangen und der große Einsatz hat sich gelohnt.

Trotz der Finanzierung des Auftrittes der Rosekippler müssen die Vereine nicht drauflegen und es wird bestimmt etwas übrig bleiben, was aber erst nach Bezahlung aller Rechnungen feststehen wird. Der Erlös des gemeinsamen Auftritts soll dem Dorf zugutekommen, beispielsweise bei der anstehenden Sanierung des Bolzplatzes.

Besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung des Niederlibbacher Auftritts. Wegen des großen Andrangs der Besucher wurden teilweise Doppel-schichten geschoben und sogar ehemalige Niederlibbacher sind eingesprungen, damit der Betrieb an den Ständen und im Bierwagen reibungslos erledigt werden konnte. Das ist eine Gemein-schaftsleistung, auf die Niederlibbach wirklich stolz sein kann. Der Stadtteil hat sich hervorragend präsentiert und über diesen Auftritt wird man in Taunusstein bestimmt noch lange reden.

Bericht im Wiesbadener Kurier
am 4. Juli 2011

Wiesbadener Kurier


Festmeile auf der Aarstraße
04.07.2011 - TAUNUSSTEIN

Von Mathias Gubo

40 JAHRE TAUNUSSTEIN Bürgerfest unter dem Motto „Zehn an einem langen Tisch“ / 800 Meter gesperrt

Fastnacht im Juli: Die Niederlibbacher Garde bei einer Vorführung beim Bürgerfest auf der Aarstraße in Hahn. Fotos: RMB/Kühner

800 Meter lang ist die Taunussteiner Festmeile. Zum 40-jährigen Bestehen der Stadt fand an diesem Wochenende das größte Straßenfest im Kreis statt. Dafür war an zwei Tagen die viel befahrene Aarstraße am Taunussteiner Rathaus gesperrt worden. Die Taunussteiner nahmen das Angebot trotz wenig sommerlicher Temperaturen gerne an und bummelten auf ihrer Festmeile, wie sich dies Erster Stadtrat Volker Behr (SPD) bei der Eröffnung gewünscht hat.

100 Stromanschlüsse

Unter dem Motto „Zehn an einem langen Tisch“ hatten rund 80 Vereine, Gewerbetreibende und Institutionen aus den zehn Stadtteilen die Bewirtung und Unterhaltung der vielen tausend Besucher übernommen. Den riesigen logistischen Aufwand konnte man nur erahnen. Ein paar Zahlen dazu: Die Wiesbadener Volksbank hatte 1000 T-Shirts für die Helfer gesponsert, die Anwohner 300 Biertischgarnituren und hundert Stromanschlüsse bereit gestellt. An sieben Stellen konnte frisches Wasser gezapft werden.

Wie auch im echten Taunusstein begann die Festmeile im Westen mit den Ständen aus Seitzenhahn und endete im Osten mit den Vereinen aus Neuhof. Der östlichste Stadtteil sei aber auch der Anfang von Taunusstein, wurde Jutta Sahm von der Neuhofer Kerbegesellschaft nicht müde zu betonen.

Aus Seitzenhahn waren neben dem Karnevalsverein und dem Tennisclub auch die Traktorfreunde gekommen und hatten besonders schöne Trecker mitgebracht. Der 2. Vorsitzende Björn Altenhofen stellte den Lanz Bulldog aus dem Jahr 1959 ebenso fachkundig vor wie den 20 PS starken Zettelmeyer-Traktor aus dem Jahr 1937. Diese und noch viele mehr werden beim großen Traktorentreffen am 20. und 21. August in Seitzenhahn zu sehen sein.

Ein italienischer Feinkosthändler aus Bleidenstadt, die Hahner Kerbegesellschaft und die Wehener Originale einträchtig nebeneinander: „Wir durchmischen die Stadtteile“, stellte Mona Wener von der Taunussteiner Stadtmarketing GmbH zufrieden fest. Gleich daneben gab es Wildbratwurst aus dem Neuhofer Revier, davor warb die Taunussteiner Nachbarschaftshilfe für ihre Ziele. Dem Verein, der in nur zwei Jahren auf über 400 Mitglieder angewachsen ist, steht Manfred Reeg vor. Der war vor 40 Jahren bei der Taunussteiner Stadtgründung auch schon aktiv dabei. „Ich bin einer der Taunushainis“, spielte Reeg beziehungsreich an den ersten missglückten Versuch einer Namensfindung für Taunusstein an. In den 40 Jahren sei „einiges falsch gelaufen“, stellte Reeg in der Rückschau fest. Die Grenzänderungsverträge mit den einzelnen Ortsteilen hätten eine stringentere Stadtplanung in der Aufbauphase verhindert. Dabei habe es damals sogar Pläne gegeben, ein Taunusstein mit 75 000 Einwohnern im Aartal aus dem Boden zu stampfen.

Derweil flanierte das „Libbach-Pärchen“ entlang der Festmeile und versuchte Besucher zum Niederlibbacher Festbereich zu locken. In historischen Kostümen zogen Markus Müller und seine Tochter Antonia auch am Stand der Werbegemeinschaft Wehen vorbei, die sich lapidar „Wir von der Umleitung“ nannte. Derweil konnte am Stand der Volkshochschule „Taunussteiner Filz“ hergestellt werden. Claudia Fendel rät aber zu Zeit und Geduld, „Filzen geht nicht auf schnell“.

Neue Ansichtskarten

Dies gilt auch für das Bogenschießen bei den Wehener Aarfalken. „Demut“ sei wichtig, sagt Stefan Wortmann, und wird von Volker Böttger, der die ersten drei Bogenschüsse seines Lebens sofort ins goldene Ziel setzt, gleich widerlegt. Der kann sich über seine Treffsicherheit denn auch nur wundern.

Bewundern muss man die Ansichtskartensammlung von Detlef Werner aus Hambach, der Karten von 1895 bis 1950 ausstellte. Darunter auch eine einzige Karte aus Watzhahn. Fotograf Frank Schuppelius aus Wehen hat zum Stadtjubiläum neue Ansichtskarten aus Taunusstein herausgebracht. Für jeden Stadtteil eine, dazu noch eine Maxikarte für die ganze Stadt. Sein ganz persönlicher Beitrag zu „40 Jahren Taunusstein“.