Wiesbadener Kurier  vom 25.09.2007

Ehrenfahne bekommt eigenen Schaukasten

In Niederlibbach laufen die Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2009 an / Konzept zur Weiterentwicklung des Stadtteils


mg. NIEDERLIBBACH Ortsvorsteher Dieter Weiß konnte in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Niederlibbach von seiner Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Dorfwettbewerb in Hessen" in Stadtallendorf, die unter dem Titel "Engagement hat viele Gesichter" stattfand, berichten. Dort konnte er das Niederlibbacher Konzept zur Weiterentwicklung des Taunussteiner Stadtteils vorstellen. Die Vorgehensweise in Niederlibbach habe großes Interesse bei den Verantwortlichen und den Teilnehmern der Veranstaltung, die gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung zum 33. Hessischen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" war, gefunden. Die Gründung des Vereins "Unser Dorf - Niederlibbach" zur eigenverantwortlichen Gestaltung des Lebensraums und die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zur Weiterentwicklung der Unverwechselbarkeit des Ortes hätten besondere Anerkennung gefunden.

Zu den aktuellen Maßnahmen, die im Ort in Angriff genommen werden, gehört auch die Sanierung des Platzes am Ehrenmal an der Kirche. Der Verein hat die Anlage in Eigenleistung saniert und die Arbeiten sind nahezu abgeschlossen. Die Kosten für das Material wurden von der Stadt übernommen, wofür sich der Ortsbeirat ausdrücklich bedankte. Die Übergabe des Platzes soll im Rahmen der Feierstunde am Volkstrauertag erfolgen.

Hervorzuheben sei laut Ortsvorsteher auch die Anfertigung eines Schaukastens für die Ehrenfahne des Gesangvereins "Hilda" im Dorfgemeinschaftshaus. Der Verein ist heute nicht mehr aktiv, doch die Fahne von 1926 überstand die Jahrzehnte, wenn auch nicht ganz unversehrt. Sie wurde restauriert und ein ortsansässiger Schreiner baute einen Schaukasten für die Fahne. Im Rahmen des traditionellen Herbstmarktes am 30. September soll die feierliche Übergabe des Schaukastens mit der Ehrenfahne an die Niederlibbacher Bürger erfolgen.

Weiterhin konnte Ortsvorsteher Weiß berichten, dass die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2009 gut vorankommen. Im Zentrum werden das Kirchen- und das Ortsjubiläum mit 500 beziehungsweise 825 Jahren stehen. Daneben haben die Feuerwehr und der Turnverein in diesem Jahr eigene Jubiläen zu feiern. Ein gemeinsamer Ausschuss unter Beteiligung aller Niederlibbacher Vereine hat die Vorbereitungen übernommen. Veranstaltungen für alle Altersgruppen, von Kindern bis hin zu den Seniorinnen und Senioren, sollen das Jubiläum prägen. Ideen und das Engagement der Niederlibbacher seien gefragt,so der Ortsvorsteher. Interessierte und hilfsbereite Bürger seien eingeladen, sich daran zu beteiligen. Sie können sich an den Verein "Unser Dorf - Niederlibbach" oder den Ortsbeirat wenden, meinte Ortsvorsteher Weiß.

Wiesbadener Kurier vom 26.09.2007
Mit Tempo 100 am Spielplatz vorbeigerast

Verkehrsberuhigung am Ortseingang von Niederlibbach soll helfen


Die bisher provisorische Verkehrsberuhigung am Ortseingang von Niederlibbach soll nach dem Willen des Ortsbeirates dauerhaft installiert werden.
RMB/Kühner

mg. NIEDERLIBBACH Breiten Raum nahm das Thema Verkehrssicherheit in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Niederlibbach ein. Die Verkehrsberuhigungsmaßnahme am Ortsausgang nach Oberlibbach habe sich bewährt, stellte Ortsvorsteher Dieter Weiß anhand der vorliegenden Ergebnisse der Verkehrsmessungen fest. In Abstimmung mit der Polizeistation Bad Schwalbach wird der Verkehrsversuch jetzt von der Verwaltung dauerhaft angeordnet. Die mittlere Geschwindigkeit der Fahrzeuge konnte von rund 50 Stundenkilometern vor der Einrichtung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf nunmehr etwa 40 Stundenkilometer reduziert werden.

Bedauerlich sei nur, so Weiß weiter, dass trotz der Fahrbahnverengung und der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern "einzelne Fahrer an dieser Stelle immer noch über 100 Stundenkilometer schnell fahren. An der Straße liegt der Kinderspielplatz von Niederlibbach und der Ortsbeirat bittet die Verkehrsbehörden um verstärkte Kontrollen, "damit die Verkehrsrowdys zur Verantwortung gezogen werden". Im Verkehrsversuch war die Fahrbahnverengung provisorisch mit Kunststoffteilen eingerichtet worden. Jetzt wünscht sich der Ortsbeirat eine dauerhafte bauliche Einrichtung mit Begrünung, eventuell auch einem Baum auf der von der Straße abgegrenzten Fläche. Der Ortsbeirat arbeite mit dem Verein "Unser Dorf" konsequent an der Verbesserung des Ortsbildes, meint Ortsvorsteher Weiß. Dazu gehöre auch die Gestaltung des Ortseinganges.

Mit den Erfahrungen an diesem Ortseingang soll nun auch die Verkehrssituation am Ortsausgang Richtung Strinz-Margarethä überprüft werden. Die Messtafel war von der Stadt Taunusstein bereits angebracht worden, um entsprechende Messungen durchführen und den Ortsbeirat informieren zu können. "Leider wurde die Messeinrichtung von Unbekannten mutwillig durch Steinwürfe zerstört und muss jetzt erst repariert werden", berichtete Weiß.

Dem Wunsch des Ortsbeirates nach Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer in der gesamten Ortsdurchfahrt wurde vom hierfür zuständigen Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden nicht entsprochen. Das Amt teilte der Verwaltung mit, dass kein überdurchschnittlich hohes Unfallgeschehen vorliege und der Verkehrsverlauf nicht durch unzureichend bauliche Gegebenheiten eingeschränkt sei. Die Fahrbahnbreite betrage durchgehend sechs Meter. Sehr schmale Gehwege, die Fußgänger zum Fahrbahnwechsel veranlasse, gebe es nicht über einen längeren Straßenabschnitt.

Erfreut zeigte sich der Ortsbeirat über die Mitteilung der Stadtverwaltung, dass man sich um die provisorische Einrichtung eines Kreisverkehrs an der großen Kreuzung in der Dorfmitte bemühe. Bürgermeister Michael Hofnagel hatte eine Überprüfung der Situation nach einem Ortsrundgang mit dem Ortsbeirat im vergangenen November zugesagt. An den dort haltenden Schulbussen fahren beim Ein- und Aussteigen der Kinder immer wieder Autos vorbei und es komme oft zu gefährlichen Situationen, berichtet Ortsvorsteher Weiß. Die Kreuzung sei sehr breit und mit dem entgegenkommenden Verkehr befänden sich dann oftmals drei Fahrzeuge nebeneinander. Hier muss gehandelt werden, bevor es zu einem "überdurchschnittlichen hohen Unfallgeschehen" kommt, meint Weiß.