Arbeitseinsatz im Limes-Generationenpark

Großer Hausputz in Niederlibbach vor der Einweihung

Nicht mehr lange und der Limes-Generationenpark wird am 6. September 2015 im Rahmen eines großen Kinderfestes seiner Bestimmung übergeben. Und dabei soll natürlich alles in einem guten Zustand sein, dachte man sich im Verein „Unser Dorf - Niederlibbach“, der für Unterhaltung und Pflege der Anlage zuständig ist.

Mit allerlei Gartengeräten gingen die fleißigen Helfer zu Werke. Horst Hieß fuhr den Rasentraktor, Bernd Krüger war mit der Motorsense im Einsatz und Sascha Letsche war mit dem Rasenmäher überall dort, wo der große Rasentraktor nicht mehr eingesetzt werden konnte. Sein Sohn Noah mähte die komplette Crossbahn, zu deren fleißigen Nutzern er ansonsten gehört.

Ralph Eschner reparierte die Befestigungen der Tornetze, Hartmut Müller beseitigte Körbeweise eine Sorte Unkraut, das man in Niederlibbach „Halbe Gaul“ nennt und Jürgen Limbart sorgte für die Entsorgung. Um gärtnerische Feinarbeiten kümmerten sich Gerlinde Theune, Helmut Kurowski und Dieter Weiß.

Rund zwei Stunden war man schon beschäftigt, als Reporter Mathias Gubo vom Wiesbadener Kurier erschien. Er hatte sich angekündigt um einen Bericht über das Entstehen dieser in weitem Umkreis einzigartigen Freizeitanlage für alle Generationen zu schreiben. Das wollte er vor der offiziellen Einweihung machen, denn da sei eher die Zeit für „amtliche Reden“ als für die kleinen Geschichten rund um die Entwicklung und den dreijährigen Bau der Anlage. Woher das große Bürgerengagement komme und wie man die massive Eigenleistung finanzieren konnte, wollte er wissen. Er stellte noch viele Fragen und sein sehr schön geschriebener Artikel „Zauberwald im Generationenpark“ ist im Wiesbadener Kurier vom 28. August 2015 nachzulesen.

Nach getaner Arbeit, bei der einige Kinder tatkräftig mithalfen, kam das, was in Niederlibbach an dieser Stelle immer kommt, geselliges Beisammensein zum Abschluss der Aktion. Und dabei kam Jutta Weiß zum Einsatz, die hausgemachten Kartoffelsalat und frisch gebackenen Leberkäse in ihrem Korb hatte.

Nach getaner Arbeit schmeckt so etwas doppelt gut und eigentlich wäre die Sache damit beendet gewesen, wenn da nicht die Kinder schon so lange auf die Fahrt mit dem Rasentraktor gewartet hätten. So wurden noch einige Runden gedreht und allen Beteiligten war klar, dass das wohl fester Bestandteil bei weiteren Pflegearbeiten im Limes-Generationenpark wird.

Der Dank des Vereins geht an die vielen Helfer. Die Anlage ist jetzt in einem Zustand, dass die Einweihung und das große Kinderfest kommen können.

Startschuss für Kunsthaus Taunusstein

Es war ein besonderer Tag für Irene Haas und Ulrich van Gemmern, die gemeinsam mit Bürgermeister Sandro Zehner und Ortsvorsteher Dieter Weiß im Taunussteiner Stadtteil Niederlibbach mit der Grundsteinlegung den Startschuss für das Kunsthaus Niederlibbach gaben. „Es begann vor zwanzig Jahren mit der Begeisterung für ein Bild. Als wir es kauften, ahnten wir nicht, was sich daraus entwickeln würde.“ beginnt Irene Haas die Vorstellung des Projektes. „Wir gingen auf Vernissagen, lernten Künstler kennen, besuchten sie in ihren Ateliers, waren fasziniert von ihren Bildern und Skulpturen. In unseren ehemaligen Büroräumen gab es viel Platz für Kunst. So erwarben wir, was uns gefiel und was wir gern um uns haben wollten.“
Als sie dann ihre Firmen verkauften, in denen ein Großteil der inzwischen rund 150 Exponate hingen, wurde plötzlich klar, dass daraus eine richtige Sammlung geworden war. Und diese sollte nach den Vorstellungen des Ehepaares nicht ins Depot wandern, denn Kunst will nach ihrer Auffassung gezeigt und bewundert werden! So entschlossen sie sich, der Kunst ein Haus zu geben und zwar dort, wo sie wohnen und sich nach eigenem Bekunden zuhause fühlen, in Niederlibbach, mit rund 500 Einwohnern einer der kleineren Taunussteiner Stadtteile.

„Dass wir uns heute diesen Herzenswunsch erfüllen können, haben wir der äußerst positiven Resonanz der Niederlibbacher Anwohner auf unsere Idee und der enormen Unterstützung unseres Ortsvorstehers Dieter Weiß zu verdanken. Auch Bürgermeister Sandro Zehner gilt unser Dank dafür, dass er und sein Team unser Anliegen stets mit Wohlwollen begleiteten. Wir konnten ein zentral gelegenes, ehemals städtisches Grundstück erwerben, direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus, mit ausreichend Fläche für Kunsthaus und Parkplätze.“ führt Haas nach anderthalbjährige Planungs- und Vorbereitungsphase bei der offiziellen Grundsteinlegung für das Kunsthaus Taunusstein weiter aus. Auf insgesamt 645 Quadratmetern über zwei Ebenen wird das Gebäude Fläche für die Ausstellung von Kunst in Niederlibbach bieten. Nach einem ehrgeizigen Zeitplan wird der Rohbau voraussichtlich noch im Herbst fertig gestellt. Deshalb gehen Haas und van Gemmern optimistisch davon aus, das Kunsthaus Taunusstein im Frühjahr 2016 mit der ersten Ausstellung eröffnen zu können.

In der Eröffnungsausstellung sollen ausgewählte Arbeiten einiger Künstler ihrer Sammlung gezeigt werden, wozu A.R. Penck, Walter Stöhrer, Jean-Yves Klein, Reinhard Stangl, Helge Leiberg, Katrin Kampmann, Hans-Hendrik Grimmling und Hans Sieverding zählen. Besonders glücklich sind sie darüber, Christoph Tannert als Kurator für die Planung und Umsetzung dieser Ausstellung gewonnen zu haben. Tannert ist Künstlerischer Geschäftsführer des Künstlerhauses Bethanien in Berlin.

Auch die Frage, wie es dann mit dem aus rein privaten Mitteln finanzierten Kunsthaus Taunusstein weitergehen soll, wird von Haas und van Gemmern beantwortet. In unregel-mäßigen Abständen wollen sie neue Ausstellungen mit hauseigenen Werken konzipieren und zeigen. Daneben soll das Kunsthaus aber auch ein Forum bieten für Künstler aus der Region und darüber hinaus, die sich mit Malerei oder auch Skulptur beschäftigen und ein geeignetes Ausstellungsumfeld suchen. Entsprechende Anfragen habe man schon und man sei sehr gespannt, wie sich das entwickeln werde.

Bürgermeister Sandro Zehner machte die große Bedeutung des Kunsthauses für die weitere Entwicklung des kulturellen Profils von Taunusstein deutlich. Es sei „ein Glücksfall für Taunusstein“, dass dieses Mäzenatentum gerade in einem kleinen Stadtteil von Taunusstein greife. Er freue sich, dass die beiden Kunstliebhaber ihre Leidenschaft nicht nur hinter verschlossener Tür frönen, sondern mit den Menschen teilen und öffentlich erlebbar machen.
Die Entscheidung für den Standort Niederlibbach zeige und stärke aber auch die Vielfalt in den Taunussteiner Stadtteilen und er beglückwünschte die Niederlibbacher, dass sie mit ihrem Bürgerengagement und ihrer Offenheit das Projekt angenommen und den Rahmen für diese Entwicklung gegeben haben. Zehner bot weiter sein Hilfe und Unterstützung an. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass es manchmal schon reiche, wenn der Bürgermeister bei langwierigen Genehmigungsverfahren auf höherer Verwaltungsebene in Aussicht stelle, die Geduld verlieren zu können.

Ortsvorsteher Dieter Weiß bedankte sich beim Ehepaar Haas und van Gemmern für ihre „kluge Entscheidung“ zum Bau des Kunsthauses in Niederlibbach. „Das ist ein geiler Tag für Niederlibbach“ brachte er seine Freude über den Baubeginn aus Sicht des kleinen Taunussteiner Stadtteiles auf den Punkt. Niederlibbach habe in den letzten Jahren eine kaum für möglich gehaltene Entwicklung genommen und sein Gesicht sehr positiv verändert. Diese Geschichte werde jetzt mit dem Kunsthaus fortgeschrieben und an alle Beteiligten richtete er die Bitte, den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses zu einem Generationenhaus voranzubringen und das gesamte Areal mit über 5.000 m² so zu gestalten, dass es mit dem Kunsthaus zu einem Herzstück von Niederlibbach werde und die Menschen dort gerne hingehen.

An einem Katalog zur Eröffnungsausstellung zu Beginn 2016 sowie an einer Website für das Kunsthaus Taunusstein wird gearbeitet. Irene Haas und Ulrich van Gemmern sagten zu, dass man über Öffnungszeiten und anderen organisatorischen Fragen im Kontext der Eröffnung möglichst bald über die entstehende Website informieren werde.

Neue Geräte im Generationenpark

Es gibt wieder neue Geräte im Limes-Generationenpark. Die große Schaukel, finanziert vom Flohmarkstand beim Weihnachtsmarkt und weiteren Spenden aus dem Ort, und der neue Crosswalker sind in Betrieb.

Der Crosswalker gehört eigentlich zu den Senioren-Bewegungsgeräten. Das Gerät ist klasse und da keine „Altersprüfung“ erfolgt, sind die meisten Nutzer noch sehr weit vom Seniorenalter entfernt! Die regelmäßigen Spielplatzbesucher haben die Geräte schon längst in Besitz genommen. Wenn Sie jedoch einige Zeit nicht mehr im Generationenpark waren, dann schauen Sie doch wieder mal vorbei. Ein Besuch lohnt sich.

Niederlibbacher Meile
beim Stadtfest Taunusstein am 11. + 12. Juli 2015

In Hahn gab es am 11. + 12. Juli 2015 wieder ein großes Bürgerfest auf der Aarstraße, in diesem Jahr verbunden mit dem 700-jährigen Bestehen von Hahn. Die Niederlibbacher Vereine hatten sich zusammengetan und gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Turnverein, der Theatergruppe und dem Dorfverein den Ort beim diesjährigen Stadtfest vertreten.

Niederlibbach steuerte nicht nur einen Getränkewagen sowie Leberkäse und Würstchen vom Grill bei, es gab am Sonntag auch noch 3 Stunden zünftige Live-Musik mit den Lorcher Schlossbergmusikanten. Und das Highlight war das Kuchenbuffett, in Libbach mit Liebe gebacken! Sogar Bürgermeister Sandro Zehner kam eigens wegen des Kuchens vorbei mit den Worten: „Ich hab gehört, dass es hier die besten Torten des gesamten Stadtfestes gibt, das kann ich mir doch nicht entgehen lassen!“

Gerlinde Theune hatte über vierzig Torten- und Kuchenspenden eingesammelt, die in Niederlibbach gebacken wurden. Bei der großen Hitze war es gut, dass alle Kuchen im Kühlwagen standen und einzeln zum Verkauf herausgeholt wurden. Nahezu überrannt wurden die Damen beim Verkauf und so mancher Ordnungsruf war erforderlich, um einen geordneten Verkauf sicherzustellen. „Gute Organisation ist die halbe Miete!“ meinte Ulli Kurowski, die schon am frühen Nachmittag aus der Kuchentheke verkünden konnte: „Wir sind ausverkauft.“

Möglich war der Niederlibbacher Erfolg beim Stadtfest jedoch nur dank der vielen Helferinnen und Helfer, die rund 50 Einsatzschichten beim Auf- und Abbau und an den Ständen besetzten. Bei jedem Einzelnen bedanken sich die ausrichtenden Vereine für die großartige Unterstützung! Das fing an mit der Vorbereitung, dem Transport der gesamten Gerätschaften nach Hahn und wieder zurück, dem Auf- und Abbau in Hahn und dann mit dem Einsatz im Bierwagen, am Grillstand und bei der Kuchentheke an beiden Festtagen.

„So was geht nur noch in den kleinen Stadtteilen, das bekommen wir bei uns nicht mehr hin.“ war ein häufig zu hörender Kommentar zur Libbacher Meile. Bei den größeren Stadtteilen reduzierte sich die Teilnahme auf einzelne Vereine sowie hauptsächlich Gewerbetreibende, die das Stadtfest ebenfalls nutzten und so die Angebotspalette vergrößerten.

Der Besucherandrang war gut, spielte das Wetter doch mit. Vielleicht war es für einen noch besseren Umsatz etwas zu warm, doch die Libbacher Meile ist absolut zufrieden mit dem Ergebnis. Aus dem gemeinsamen Erlös wurden die Schlossbergmusikanten bezahlt und rund 1.000 Euro bleiben nach Abzug aller Kosten übrig. Die können jetzt in Absprache mit allen Vereinen in Niederlibbach eingesetzt werden, Ideen und Projekte gibt es noch genug.