Kreisel noch vor Weihnachten

Stadt bereitet Verkehrsversuch in der Niederlibbacher Ortsmitte vor


Ein provisorischer Kreisverkehr soll auf der großen Kreuzung in der Ortsmitte von Niederlibbach als Verkehrsversuch eingerichtet werden. Der Ortsbeirat geht davon aus, dass dies noch bis Weihnachten geschehen wird. RMB/Kühner

Vom 03.07.2008

NIEDERLIBBACH Ein Verkehrsversuch in Niederlibbach soll Klarheit bringen, ob dort ein Kreisel statt der großen Kreuzung Vorteile schafft. Der provisorische Kreisel in der Ortsmitte soll bis Ende des Jahres installiert sein, hofft der Ortsbeirat.  
Von

Mathias Gubo

Der Auftrag für die Planung des Verkehrsversuches in Niederlibbach sei inzwischen an ein Fachbüro vergeben worden, berichtet der Taunussteiner Bürgermeister Michael Hofnagel. Der Verkehrsversuch sieht vor, einen provisorischen Kreisverkehr im Kreuzungsbereich der Hauptstraße (Landesstraße 3274) und des Hambacher Wegs (Landesstraße 3470) einzurichten.

Durch die schwierigen topographischen Verhältnisse und den noch notwendigen Abstimmungsbedarf mit den Straßenbehörden werde mit einer abschließenden Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung erst im Oktober diesen Jahres gerechnet, so der Rathauschef weiter. Zuvor werden sich mit diesem Vorhaben auch der Fachausschuss der Stadtverordnetenversammlung und der Niederlibbacher Ortsbeirat befassen.

"Wir wollen eine optimale Lösung finden, die auch in der Praxis funktioniert", sagt Niederlibbachs Ortsvorsteher Dieter Weiß. Er verweist auf die derzeitige Situation an der Kreuzung mit vier Zufahrten. Das Gelände sei hängig, den Höhenunterschied von bis zu zwei Metern zwischen den Zufahrten unterschätze man leicht. So erscheine die Kreuzung für viele Autofahrer offen, genau darin liege die Gefahr, so die Beobachtung des Ortsvorstehers. Denn es werde teilweise viel zu schnell gefahren.

Dazu kommt noch, dass sich an der Kreuzung die Bushaltestelle befindet, die auch von den Schulkindern morgens und mittags benutzt wird. Die Sicherheit an der Bushaltestelle sei "die Haupttriebfeder" für den Verkehrsversuch, verdeutlicht Weiß. Er kann sich denken, "dass das Planungsbüro bei diesen Verhältnissen gefordert ist".

Der Niederlibbacher Ortsvorsteher geht davon aus, dass der provisorische Kreisel bis Weihnachten eingerichtet sein wird. Er verweist auf eine entsprechende Absprache mit dem Bürgermeister. Plastikelemente werden "als reines Provisorium" auf die Kreuzung aufmontiert. "Das ist ganz schnell gemacht", rechnet Weiß, der davon ausgeht, dass der Versuch ein halbes Jahr laufen wird, um nachvollziehbare Erkenntnisse zu erhalten. Im Niederlibbacher Jubiläumsjahr 2009 könne dann die Endgestaltung erfolgen, so der Wunsch des Ortsbeirates. Voraussetzung sei allerdings, dass der Kreisverkehr auch funktioniere, betont Dieter Weiß ausdrücklich. Ziel sei eine "richtig schöne Verkehrsführung mit Sicherheit für unsere Kinder".

In Niederlibbach hat man bereits gute Erfahrungen in Sachen Verkehrsberuhigung gemacht. Am Ortseingang von Oberlibbach kommend wurde eine Fahrbahneinengung installiert. Der gewünschte Effekt trat tatsächlich ein. Seitdem fahren die meisten Autos sehr viel langsamer in den Taunussteiner Stadtteil ein. Auch wenn der Ortsvorsteher zugeben muss, "dass es immer noch Idioten gibt, die einfach nur rasen".

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